wie alles begann …

Im Sommer 1999, da hatte ich meinen ersten richtigen Schub. 

Nachdem die Durchfälle und Schwäche nicht von allein weggingen und ich doch einen Arzt aufsuchte,  sagte die Ärztin nach den üblichen Untersuchungen zu mir:

Sie haben Morbus Crohn!

Lange Zeit war dies für mich eine endgültige und unwiderrufliche Aussage. Ich habe eine autoimmune Erkrankung, die in Schüben verläuft und nicht heilbar ist.

Ich nahm reichlich Kortison und einige andere starke Medikamente. Überstand zwei Operationen (Fistel und Stenose). Hatte sogar einige Jahre einen Schwerbehindertengrad von 60%, Mein Gewicht schwankte von 58 bis 85.

Blähungen, Durchfälle oder Verstopfung waren an der Tagesordnung, zusätzlich zu den Wassereinlagerungen, blauen Flecken, Muskelkrämpfen und der Energielosigkeit.

Das ging dann ca. 15 Jahre so weiter bis ich langsam anfing Dinge zu hinterfragen.

Was mache ich wenn ich das Kortison nicht mehr wirkt? Werden die Nebenwirkungen irgendwann schlimmer als die eigentlichen Darmprobleme? Ist es wirklich sinnvoll mein Immunsystem mit Immunsuppressiva längere Zeit zu unterdrücken? Wieso gibt es chronisch entzündliche Erkrankungen vor allem in westlichen Ländern in dieser Vielzahl?

Es folgten etliche Besuche beim Heilpraktiker, Darmwäschen, Aufbau der Darmflora . Ade zu Kuhmilch, Weizen und Schweinefleisch. Ich begann mit Yoga und Meditation. Trotzdem ging es mir nicht wirklich gut. Dann wieder ein Rückschlag, ein Stück Dickdarm musste entfernt werden und aus geplanten zwei Wochen Krankenhausaufenthalt wurden zwei Monate.

 

Seitdem ist viel passiert. Medikamente habe ich aus meinem Haushalt verbannt, wie auch viele andere konventionelle kosmetische Produkte. Ich habe mein Leben ordentlich umgekrempelt und bin noch lange nicht fertig damit. Fast alle meiner früheren Leiden sind nicht mehr da und es geht mir an den meisten Tagen ziemlich gut.